Wir schreiben das Jahr 2009 – ein Aufschrei geht durch die Branche. LG stellt seine neueste Schöpfung vor, das GD910, seines Zeichens die erste Handyuhr mit UMTS (zeitgleich mit Samsungs S9110) und wird wie alle Innovationen erstmal mit gebührenden Abstand beäugt. Eine Uhr mit Handyfunktionen, kann das funktionieren?
Die ersten Tests sind durchweg positiv. Das kleine Display ist gewöhnungsbedürftig aber praktikabel, der Sprachsound mit Headset auf gutem Niveau, die Kamera bietet neue Möglichkeiten. weiterlesen
Handyuhren vs. Smartphone
Jetzt haben wir 2012 – Smartphones verdrängen “normale” Handys nach und nach vom Markt, und Handyuhren? Es scheint als kämen diese nicht so recht aus dem Startblock. Zu Unrecht! Obwohl Uhren, ganz im Gegensatz zu Smartphones ein wenig aus den Geschäften verschwunden sind – denn wenn, dann bestellt man Uhren im Internet, wie zum Beispiel bei Hitmeister.de. Allerdings existiert noch eine treue Fangemeinde für Uhren und auch Smartwatches. Vorteile gibt es nämlich durchaus:
- Design: Handyuhren haben Stil. Wer einmal eine Handyuhr am Arm hatte, fühlte sich gleich elegant und sportlich zugleich. Dank durchweg futuristischer Designs mit glasklarem Display, egal bei welchem Hersteller, wurde bewusst auf den modernen Look gesetzt. Smartphones hingegen wirken zuweilen herkömmlich, gar langweilig heutzutage. Es scheint, als wären Mobiltelefone gestalterisch festgefahren.
- Funktionalität: Zugegeben, Handyuhren sind keine Handys. Sie sind Uhren mit Handyfunktionen. Dennoch, mit Headset ausgestattet, sind diese intuitiver, freier anwendbar (auch im Auto) und ohne nerviges Rumgeschiebe oder ähnlichem. Ein kleiner Blick reicht und Mails sind gecheckt. Es fällt kaum auf und nervt den Gegenüber nicht mit einer Unterbrechung.
- Anwendungsgebiete: Wer schonmal mit einem Smartphone gejoggt hat, weiß: Es nervt! Ein I-Phone in der engen Gesäßtasche der Sporthose hat zu viel Gewicht und zieht beim Laufen. Die Uhr hingegen merkt man kaum. Zudem sind mit der integrierten Kamera, mit der bei vielen Modellen enthaltenden Foto und Videofunktion, einige überraschende Momente schnell festgehalten – und das teilweise ohne, dass es andere Personen mitbekommen. So sind die Funktionen flüssiger integriert – die Anwendungsfelder unbegrenzt.
Be Smart
Wir sprechen von Handyuhren vs. Smartphones. Das volle Potential schöpft man aber aus der Symbiose beider. Neue Smartwatches von Sony z.B. verschmelzen perfekt mit Android-Phones und spielen ihr volles Potential bei Meetings, Präsentationen und Kursen aus: Diskrete Display-Rufanzeige, Direkte Rufumleitung, Quick Response – alles via Bluetooth direkt übers Handgelenk, ohne Umschweife. Facebook und Twitter-Updates und E-Mail-Nachrichten kommen sofort an. Im Fall der Sony-Ericsson SmartWatch Familie ist jedoch das Installieren der App vorher nötig, dies funktioniert jedoch problemlos. Steht die Verbindung zum Handy einmal, ist die Uhr wie ein zweites Handydisplay – das Design wird dem Handy angepasst.
Fazit
Überflüssige Technikspielerei oder stylishes Gadget? Nicht alle Handyuhren beantworten diese Frage eindeutig. Vieles liegt am Anwender. Als Stand-Alone Produkt scheinen Smartphones besser geeignet, doch hier und da sind Handyuhren einfach praktischer – und eine Ecke cooler sind sie sowieso. Aber in der Techniksymbiose Smartphone – Smartwatch entsteht ein unschlagbares Team für die Innovationsbereiten unter uns 2012.
Das Handyuhren-Team bedankt sich für diesen gute Gastbeitrag bei Oliver Brillon!
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